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von: Christoph Lupp
Mitglied seit: 28.10.2009
eingestellte Projekte: 5
Einstelldatum: 13.01.2013
Größe: 0 cm x 0 cm
Höhe: 0 cm
Version 1.0
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Diorama:
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Glückauf! Schachtzeichen – Ruhr.2010

Beschreibung/Bemerkungen zum Projekt

„RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas“ war der Name des Projekts, das Ruhrgebiet im Jahr 2010 als Europäische Kulturhauptstadt zu präsentieren. Vom 22. Mai bis zum 30. Mai 2010, im Rahmen des Projekts „RUHR.2010“, wurde dann das Projekt „SCHACHTZEICHEN“ durchgeführt und es stiegen an 311 Standorten im gesamten Ruhrgebiet verteilt gelbe Heliumballone auf, um damit die wenigen noch aktiven und die vielen ehemaligen Bergbauschächte und Zechen symbolisch zu markieren. Mein Diorama zeigt vor dem Hintergrundbild der Schachtanlage „Zollverein Schacht 1/2/8“ in Essen, dessen Förderturm über Schacht 2 im Original für die Wasserhaltung noch in Betrieb ist, eine fiktive Anlage von Maschinen- und Kompressoren-Haus, wie sie auf den Anlagen der Ruhrgebietszechen vielerorts zu finden war. In der Illusion ist die (Modell-)Anlage ungefähr im Jahr 2005 soweit restauriert worden, das sie denkmalgeschützt als funktionslose Industriekultur erhalten bleibt. Teile der Installationen wie Rohrleitungen und die Verkleidungsbleche des außen stehenden Ausgleichbehälters sind während der Restaurierung in dem Farbkonzept Dunkelgrau / Rot gestrichen worden, wie es vom Regionalverband Ruhr bei der Gestaltung solcher Anlagen angewandt wird. In der Zeit bis 2010 hat das Ensemble dann weiterhin Patina angesetzt, vor allem aber erobert sich die Natur die stillstehenden, ehemaligen Industrieobjekte allmählich zurück, was von den Betreibern teils auch so gewollt ist. An mancher Stelle, wie hier dem Regenabflussrohr, sind auch frische Spuren der notwendigen Arbeiten zur Erhaltung zu erkennen. An anderer Stelle liegen technische Teile wie im Dornröschenschlaf im Kraut und harren ihrer Aufarbeitung, bevor sie restauriert wieder ihren alten Platz zurück erhalten. In der Fiktion dieser (Modell-)Anlage kümmert sich um diese Restaurierungs-Dinge ein Verein, der zur Erhaltung des Maschinen- und Kompressoren-Hauses gegründet wurde. Im Verein tätig sind auch aktive wie ehemalige Bergleute. Am Montag, dem 24. Mai 2010, sind einige der Vereinsleute, zum Teil in historischer oder aktueller Bergmannskluft, am Eingang des Maschinenhauses unter dem „RUHR.2010“ Transparent, anlässlich der Beteiligung an dem „SCHACHTZEICHEN“ Projekt, für ein Foto zusammengekommen – und diese Szene gibt mein Diorama wieder.

Zu den Fotografien: Leider führt der gelbe Projektrahmen zu ungünstigen Schattenwürfen, so dass Bilder bei Tageslicht nur mit dem separaten Diorama ohne Projektrahmen überhaupt möglich waren. Daher wurden alle Fotos mit dem Projektrahmen bei Kunstlicht und mit dem Bemühen, eine gute Ausleuchtung zu erreichen, angefertigt. Da die Szene an sich keine große Auswahl an Perspektiven hergibt und die Figuren im Vordergrund die hinten liegenden Details teilweise verdecken, habe ich den Umfang der 10 einstellbaren Bilder derart genutzt, das neben den Bildern des „finalen Ereignisses“ mit den Figuren auch Bilder der „Vorstufen“ verwendet sind, welche die sonst verdeckten Details zeigen. Ferner gibt es einen Überblick über den gesamten, gefüllten gelben Projektrahmen (Bild 6 und 7) und drei „Bildersammlungen“, zwei davon mit Fotos aus der Bauphase (Bild 8 und 9) und eine mit Tageslichtaufnahmen (Bild 10). Auch das Bild auf Position 5 ist bei Tageslicht aufgenommen, alle weiteren Bilder sind bei Kunstlicht entstanden.

Leider ist der Reiter „Video“ bei den Wettbewerbs Projekt-Beiträgen inaktiv. Weitere Bilder zu der Entstehung des Dioramas zeigt nämlich das folgende Video, hatte ich doch extra die Bauphase umfangreich im Bild festgehalten und zu einer Video Diaschau für das mymocom-Projekt zusammengestellt (die böse Überraschung, das Videos nicht verwendet werden können, erfolgte leider erst bei der Anlage des Projekts auf der Website):

http://www.youtube.com/watch?v=Jt-1-0dxxl8

Abhängig von der Browser-Version und -Konfiguration genügt meist das markieren der URL zuvor und das Kontextmenü der rechten Maustaste bietet dann an, das Video in einem neuen Tab oder Fenster zu öffnen. Andernfalls die URL einfach kopieren und in einem neuen Tab oder Fenster manuell einfügen.

Projekt erbaut mit folgendem Material/Baubeschreibung

(Auch dies ist bei den Wettbewerbs Projekt Beiträgen als Feld unerwarteter Weise leider inaktiv und wird daher dann hier aufgeführt.)

Verwendung fand der Noch Rahmen aus dem PDF Download mit der kleinen Fläche von ca. 4 x 14 cm. Der Papierausdruck wurde auf 0,8 mm Polystyrol Platten aufgezogen, um eine bessere Stabilität zu erreichen. Als (ausgerundeter) Hintergrund wurde eine Fotografie der Schachtanlage „Zollverein Schacht 1/2/8“ in Essen verwendet und der Ausdruck in einem „Innenrahmen“ verklebt. Das finale Motiv für den Hintergrund wurde erst während der Bauphase entschieden, so dass auf den ersten Aufnahmen noch ein anderes, perspektivisch nicht so günstiges Bild zu sehen ist. Der Innenrahmen lässt sich in den Noch-Rahmen einsetzen. Das Reliefgebäude wurde aus dem Kibribausatz 39821 gefertigt, in den Proportionen gestutzt, neu arrangiert und ergänzt um diverse Teile / Profile aus der „Bastlerkiste“. Die Dachfläche, aus einer Vollmer Kunststoffplatte „Dachziegel“ angefertigt, wurde zu dem Bogenverlauf des Hintergrundbildes passend gerundet. Das Material für Erde, Steine und Sand stammt von Noch, Busch und Faller. Die Kleingewächse sind von Noch, der Gutscheingewinn aus dem letzten Cup bescherte mir dazu eine reichliche Auswahl. Für den Baum am linken Rand wurde eine Birke aus dem Faller Premium Sortiment verwendet und auf ein Viertel reduziert. Die Figuren stammen aus den Preiser und Noch Sortimenten, der Bergmann in der weißen Kluft (in der Mitte der Figurengruppe) ist von Noch und wird als Set mit 6 Figuren exklusiv über den Technoshop (www.eisenbahntom.de) in Bottrop vertrieben. Für die Pflastersteine wurde eine Merkur Styroplast Mauersteinplatte verwendet. Der Wasserhahn, die im Unkraut lagernden Maschinenteile sowie die Entlüftungshutze in der Wand neben dem Ausgleichbehälter sind aus einem Weinert Zurüsteile-Set mit Maschinenteilen für eine Dampflokomotive entnommen. Die farbliche Bearbeitung des gesamten Dioramas erfolgte mit Revell- und Acryl-Abtön-Farben.

Glückauf!

Projekt erbaut mit folgendem Material/Baubeschreibung

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